Auftraggeber: Stadtwerke München (SWM)
Standort: Heizkraftwerk Süd / Energiestandort Süd, München-Sendling
Projektzeitraum: 2024–2026
Status: Abgeschlossen
Gesamtbauvolumen: über 500 Mio. Euro
Leistung: Oberbauleitung und Projektleitung in Zusammenarbeit mit Linsmayer Projekte; örtliche Bauleitung für die Kostengruppe 300; Nachtragsmanagement
Projektbeschreibung
Im Heizkraftwerk Süd wurde die ehemalige, bereits anlagentechnisch entkernte Rauchgasreinigungsanlage zu einer modernen Fernkältezentrale umgenutzt. Die Anlage speist in das Fernkältenetz der Münchner Innenstadt ein. Nach Angaben der Stadtwerke München erreicht sie im Endausbau eine Kälteleistung von bis zu 36 Megawatt und kann damit rechnerisch den Bedarf von rund 100 Bürogebäuden decken. Für die Kälteerzeugung werden unter anderem das Wasser des Isarwerkkanals sowie Fernwärme genutzt. Das zugehörige Transportnetz ist mehr als sechs Kilometer lang.
Die Umnutzung des Bestandsgebäudes umfasste umfangreiche Demontagearbeiten sowie Beton- und Stahlbetonbau, Stahlbau, Dach- und Fassadenarbeiten und verschiedene Ausbaugewerke. Hinzu kamen unter anderem Türen, Trockenbau, Malerarbeiten, Brandschutzbeschichtungen, Doppelböden, Krananlagen und Rauchabzugsanlagen. Die komplette Außenfassade wurde im Zuge des Projekts erneuert.
Leistungen von A.I.G.P.B.
A.I.G.P.B. übernahm in Zusammenarbeit mit Linsmayer Projekte die Oberbauleitung und Projektleitung. Im Verantwortungsbereich der Kostengruppe 300 führte A.I.G.P.B. die örtliche Bauleitung durch. Darüber hinaus wurden sämtliche Nachtragsangebote geprüft, verhandelt und gemeinsam mit dem Bauherrn zur Beauftragung abgestimmt. Das bearbeitete Nachtragsvolumen lag über 200 Mio. Euro und verteilte sich auf mehrere Teilbereiche.
Bauen im Bestand
Eine besondere Aufgabe war die Umsetzung innerhalb der bestehenden Halle. Die vorhandenen Stahlträger wurden umfassend überarbeitet, neu beschichtet und hinsichtlich Korrosions- und Brandschutz ertüchtigt. Damit wurden die aktuellen Anforderungen an den erhöhten Brandschutz erfüllt. Die Arbeiten fanden bei beengten Platzverhältnissen auf dem Kraftwerksgelände sowie unter besonderen Lärm-, Staub- und Sicherheitsanforderungen statt.
Besondere Herausforderungen
Der Projektablauf wurde durch eine noch nicht vollständig abgeschlossene Ausführungsplanung und eine rund zweijährige Bauunterbrechung erheblich verlängert. Zusätzliche Anforderungen entstanden an den Schnittstellen zur Kostengruppe 400. Durch die laufende Koordination, Kostenverfolgung und Bearbeitung der Nachträge konnten die Arbeiten strukturiert fortgeführt und mit dem Bauherrn abgestimmt werden.
Technische Angaben zur Gesamtmaßnahme nach Unterlagen der Stadtwerke München und der veröffentlichten SWM-Projektbeschreibung.


